Wer regelmässig mit den eigenen Händen etwas erschafft, tut damit nicht nur der Seele, sondern auch dem Körper etwas Gutes. Das bestätigt eine aktuelle deutsche Studie, wonach rund 85 Prozent der aktiven Handwerkerinnen und Handwerker ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden als gut bis sehr gut einschätzen. Handwerkliche Tätigkeiten fördern nicht nur die Feinmotorik und geistige Klarheit, sondern helfen auch, Alltagssorgen loszulassen und wieder mit klarerem Kopf an Herausforderungen heranzugehen.
Wie vielfältig und erfüllend Handwerk sein kann, zeigt ein Blick auf drei besondere Betriebe im Kanton Zürich. In Rikon baut der Feuerwehrmann Martin Furrer in seiner Freizeit Alphörner aus Holz – mittlerweile hat er bereits fünf Instrumente gefertigt und dabei gelernt, wie viel Geduld und Präzision im Zusammenspiel von Holz und Klang stecken. In Winterthur führen die Brüder Richard und Andreas Bründler die grösste noch bestehende Kunstgiesserei der Schweiz. Seit Generationen giessen sie Bronzeskulpturen für Künstlerinnen und Künstler und bewahren damit ein traditionsreiches, selten gewordenes Handwerk. Und in Hombrechtikon ist Simone Karthaus seit fast 40 Jahren als Steinbildhauerin tätig – ab diesem Sommer gibt sie ihr Wissen an eine junge Auszubildende weiter.
Was alle drei verbindet, ist die Freude daran, aus einer Idee ein greifbares Werk entstehen zu lassen. Handwerk bringt Menschen vom Bildschirm weg, schafft soziale Verbindungen zwischen Generationen und schenkt am Ende des Tages ein Gefühl von echter Erfüllung.





