Die diesjährige Sommerversammlung des Verbands Schweizer Bildhauer und Steinmetze VSBS, fand am 28. August in Interlaken statt. Zum Start trafen sich im Kunstmuseum rund 60 Teilnehmende. Darunter erfreulicherweise auch die Präsidentin Lilian Zürcher, die es sich trotz Krankheit nicht nehmen liess, am Morgen dabei zu sein. Vizepräsidentin Judith Schröter moderierte die Informationen zum VSBS. Urs Lauber (GL) gab dabei über die Schule Dagmersellen und die Lehrlingszahlen und Lorenzo Bottinelli (GL) zu den laufenden und geplanten Aktivitäten des VSBS Auskunft. Fabian Schumacher, Präsident RV Mitte, konnte mit Luljeta Selmini und Eric Meier gleich zwei Aktivmitglieder im RV und somit auch im VSBS begrüssen. Sie wurden mit grossem Applaus willkommen geheissen. Nach dem offiziellen Teil der Versammlung berichtete der Berner Steinmetz Michael Egli eindrücklich von seiner vierjährigen Wanderschaft, die ihn in verschiedene Ecken Europas und nach Afrika führte.
Nach dem «Apéro riche» und dem persönlichen Austausch im Restaurant «Goldener Anker» traf man sich im imposanten Stadthaus in Unterseen zur Besichtigung der Ausstellung «Unser Schaffen». Nach intensiver Vorbereitung gelang es den Verantwortlichen des RV Aare mit den Arbeiten von 24 VSBS-Mitgliedern, eine grossartige und formal vielfältige Auswahl zum Thema «Unser Schaffen» zu präsentieren. Sie reichte von klassischen figürlichen Arbeiten über Restaurationsarbeiten bis hin zu Materialexperimenten und verspielten Versuchen, den Stein für einmal ganz anders zu inszenieren.
Vor dem Nachtessen im Mattenhof Resort, stellten in dessen Park die Bildhauer Res Reber und Alois Herger ein neuartiges Projekt vor: das «Skulpturenasyl». Die Idee dahinter ist, dass man den Skulpturen, die sich über die Zeit in den Ateliers ansammeln, eine Öffentlichkeit gibt, bevor sie im besten Fall eine Käuferschaft und eine dauerhafte Bleibe finden. Fündig wurde man nun erst einmal in Matten, wo das Mattenhof Resort in seiner Grünanlage bis auf Weiteres mehrere grossformatige Werke von sechs pensionierten oder verstorbenen Bildhauer/innen aus der Schweiz zeigt. Die Werke können jederzeit besichtigt und auch käuflich erworben werden.
Das anschliessende Grill-Buffet fand erwartungsgemäss grossen Zuspruch und der rege Austausch an den Tischen lässt vermuten, dass man auch von dieser Ausgabe der Sommerversammlung, nebst dem kosmetisch feinen Versammlungsabzeichen, wieder viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen konnte.
Allen Mitwirkenden vom RV Aare sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt.




