Das Interview wurde mit Emilie und Robin, beide im 2. Lehrjahr, von der A. Aeschbach GmbH in Aarau geführt. Emilie absolviert die Ausbildung zur Steinmetzin EFZ mit Fachrichtung Bildhauerei, Robin lernt Steinmetz EFZ mit Schwerpunkt Bau und Renovation.

Emilie erzählt, sie habe sich für diesen Beruf entschieden, weil sie etwas Handwerkliches und Kreatives machen wollte. Ihr Vater hat sie auf die Idee gebracht. Robin ist durch seinen Vater, der als Denkmalpfleger arbeitet, auf den Beruf aufmerksam geworden und mag Stein lieber als Holz oder Metall.

Zurzeit arbeiten Emilie und Robin an einem Profil mit einer Volute. Robin erklärt, dies sei eine Übungsarbeit und diene der Vertiefung handwerklicher Fähigkeiten. Kürzlich haben sie auf einer Baustelle am Regierungsgebäude eine Muschelkalkwand gereinigt. Beide schätzen die Arbeit im Atelier, da dort direkt am Stein Formen entstünden. Emilie betont, sie möge die Abwechslung zwischen Werkstatt und Baustelle.

In ihrer Freizeit spielt Emilie Fußball und verbringt gerne Zeit mit ihrer Familie. Robin klettert und bouldert gerne, was ihm beim Steinhauen hilft, da die Finger und Hände gestärkt werden. Für die Zukunft kann sich Robin eine Tätigkeit in Richtung Denkmalpflege vorstellen, z.B mit der Weiterbildung „Handwerk in der Denkmalpflege“, während Emilie als Steinmetzin ihre Kreativität weiterentwickeln will.

Zukünftigen Lernenden raten beide, verschiedene Fachrichtungen kennenzulernen und auf ein gutes Arbeitsklima zu achten. Besonders überrascht waren beide über die Vielfalt der Gesteinsarten und die abwechslungsreichen Tätigkeiten. Auf die Frage nach einer Superkraft meint Emilie, sie wünsche sich übermenschliche Kräfte, während Robin das ultimative Wissen über Steine bevorzugen würde.