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Kunst und Stein

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Als der Berg herunter kam

Der erste Felssturz ging am 29. Mai 2007 frühmorgens um sechs Uhr nieder. Eine Steinmasse von
150 000 Kubikmeter löste sich damals oberhalb des Steinbruchs bei Arvigo und stürzte zu Tal. Für die Firma Lino Polti SA erwies sich das spektakuläre Naturereignis als fatal: Ihr Steinunternehmen musste fünf Jahre später geschlossen werden. Weniger betroffen waren der Steinbruch und das Werk der Alflredo Polti SA, wo der Betrieb heute normal weiterläuft. «Kunst+Stein» sprach mit dem Mitinhaber und Werkleiter Giovanni Polti.

Als der Berg

 

Steilhänge, Wellenflächen, Geröllhalden

Die Kraft der Berge zieht Menschen in ihren Bann. Für den Bildhauer Jürg Stäheli aus Stein am Rhein ist diese Kraft eine wichtige Inspirationsquelle für künstlerische Landschaften, Inseln und Berge, die er aus Stein schafft. In seiner Skulptur «Tor zur Landschaft» (Bild) tritt der Bodensee als Berg, die Landschaft um ihn herum dagegen als Gewässer in Erscheinung.


Steilhaenge

 

Von einem, der auszog, vom Gestein zu lernen

Urs A. Furrer (Bild) ist ein passionierter Gebirgsjäger. Seit über 20 Jahren geht er auf die Pirsch. Seine Trophäen sind mitunter zartrosa, olivgrün oder blütenweiss. Der gelernte Gestalter jagt nach Gesteinen, die er in seiner Werkstatt zu Staub macht. Seine Palette umfasst inzwischen über 200 helvetische Farbklänge. «Gesteinsfarben berühren uns unmittelbar», beschreibt der Gestalter gegenüber «Kunst+Stein» die schillernde Welt seiner Gesteinspigmente.


Gestein 2

 

«Steimannli» – Wegweiser, Warner, Kult- und Kunstfiguren

Was Schweizer vom Wandern in den Alpen kennen, diente skandinavischen Reisenden einst als ein Schutz vor Trollen. Im hohen Norden Kanadas wussten die Menschen dank ihnen, wo sie Fisch fangen konnten, und in Tibet werden sie von Göttern bewohnt. «Steimannli» haben unterschiedliche Funktionen – und in vielen Ländern eine lange Tradition. Das Bild zeigt Steinmannli in der Bretagne.


Steinmannli

 

Streifzüge durch den weissen Friedhof in Havanna

Der «Cementerio Cristóbal Colón» in der kubanischen Hauptstadt Havanna gilt als schönste Nekropole der Neuen Welt. Seit 1987 steht er unter Denkmalschutz. Touristen, die keine Grabstätte von Verwandten besuchen, bezahlen für den Eintritt zehn konvertible Pesos. Entschädigt werden sie mit einem Schauvergnügen sondergleichen, das sowohl historische wie auch ungeahnte bildhauerische Bezüge bietet.


Friedhof