Kunst und Stein - eine Plattform für die Steinschaffenden

 

 

Seit über 60 Jahren existiert mit der Schweizer Fachzeitschrift «Kunst+Stein» eine Plattform für alle relevanten Themen rund um das Steinbildhauergewerbe. Schwerpunkte werden in den Bereichen Grabmal, Restauration und Steinbildhauer-Kunst gesetzt, wobei den kulturellen Aspekten der Steinbearbeitung besonders Beachtung geschenkt wird. Aber auch Themen wie Natursteingewinnung und –verarbeitung, Stein in der Architektur und Messeberichte werden in der Fachzeitschrift behandelt.

Die Zeitschrift mit einer Auflage von 1000 Exemplaren erreicht Fachleute aus den genannten Bereichen in der Deutschschweiz, Deutschland und Österreich. «Kunst+Stein» wird vom Verband Schweizer Bildhauer und Steinmetzmeister (VSBS) herausgegeben. Verantwortlicher Redaktor ist Robert Stadler.

Sie können Kunst+Stein online bestellen bei der Abonemmentsverwaltung IPO Service. Für Inserate wenden Sie sich an inMedia Services AG.

     

Die Geschichte des Kunst und Stein

Die Bestrebungen innerhalb des VSBS zur Realisierung einer Fachzeitschrift lassen sich bis in die 1920er Jahre zurückverfolgen. Zwar wurde im Herbst 1920 – zehn Jahre nach der Gründung des VSBS – die Zeit zur Schaffung eines Berufsorgans als noch nicht reif befunden. Doch an der Herbstversammlung 1926 wurde eine solche angeregt. Initiator war ein Buchdrucker namens Schläpfer aus Weinfelden, der noch im gleichen Jahr den Mitgliedern des VSBS seine Version einer Fachzeitschrift zukommen liess. Unter dem Namen «Schweizerische Bildhauer-Zeitung» überlebte dieser erste Anlauf fünf Jahre.

Im Jahr 1934 wurde an der Sommerversammlung des VSBS beschlossen, das bereits bestehende Fachblatt «Schweizer Steinindustrie» zum obligatorischen Organ zu erklären. Die Redaktion übernahm Alfons Preyer aus St. Gallen. Ende 1937 erschien diese Zeitschrift unter dem neuen Namen «Der Stein». Doch auch nach dieser Namensänderung war «Der Stein» in erster Linie eine verbandsinterne Publikation.

Die Wende kam in den 1950er Jahren: Zu Beginn des Jahrzehnts wurde «Der Stein» unter Hans Stocker inhaltlich ausgebaut. 1956 erhielt die Zeitschrift ihren heutigen Namen «Kunst+Stein» und 1957 wurde der bis heute beibehaltene Publikationsrhythmus von sechs Mal jährlich festgelegt. Als Redaktor amtete bis 1964 Robert Baumgartner aus Grosshöchstetten. Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia unterstützte «Kunst+Stein» in den ersten drei Jahren mit finanziellen Beiträgen und ermöglichte damit die Herausgabe von Sondernummern. «Kunst+Stein» wurde damit zu einer Fachzeitschrift, welche nicht nur die Mitglieder des VSBS ansprach. In Abhebung zu anderen Publikationen der Branche wurde insbesondere die Arbeit am Stein als Element des kulturellen Schaffens thematisiert.

Im Verlauf der Jahre kam es zu einer steten Zunahme der Abonnentenzahl. «Kunst+Stein» wurde zu einer Zeitschrift, die auch in Deutschland und Österreich ihre Leserschaft fand. Deren Redaktion wies dabei eine erstaunliche Konstanz auf: Zwischen 1964 und 1991 hatte Fritz Hauswirt diesen Posten inne. Unter ihm kam es 1980 zu einer Neugestaltung des «Kunst+Stein». Im Jahr 1991 übernahm Stefan Paradowski das Amt des Redaktors. Der Kunsthistoriker betonte während seiner Tätigkeit vor allem kunsthistorische und philosophische Aspekte des Steinbildhauer-Handwerks.

Die letzte Etappe in der Geschichte des «Kunst+Stein» geht einher mit einem Redaktionswechsel und einer grundlegenden Neugestaltung der Zeitschrift, welche – wie viele andere Fachzeitschriften – in den 1990er Jahren einem zunehmenden wirtschaftlichen Druck ausgesetzt war. Seit 1997 werden in jeder Ausgabe thematische Schwerpunkte gesetzt. Dies in den Jahren 1997 und 1998 durch Redaktor Thomas Gfeller, von 1999 bis 2003 durch Markus Christen, von 2004 bis 2009 durch Daniela Urfer und seit 2010 durch Robert Stadler. Die grundsätzliche Ausrichtung des Heftes hat sich dabei zwar nicht geändert: Auch jetzt sind das Grabmalschaffen, die Steinrestauration und die Bildhauerei thematische Schwerpunkte des Hefts. Künftig will «Kunst+ Stein» aber auch vermehrt den Blick auf neue mögliche Tätigkeitsfelder des Steinbildhauers lenken und den Blick über die Grenzen öffnen.

 

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