8. November Gedenktag Steinmetze

Die vier Gekrönten

Märtyrer
† um 304 in Sirmium heute Sremska Mitrovica in Serbien (?)

Claudius, Castorius, Nicostratus und Symphorianus, „die vier Gekrönten", wurden der Legende nach unter Kaiser Diokletian gemartert, indem man ihnen Ringe mit scharfen Spitzen in den Kopf schlug, weil sie sich in den Steinbrüchen Pannoniens weigerten, eine Statue des Heilkunstgottes Aesculap und das Bild des Sonnengottes Apollo zu meißeln. Berichtet wird vom Martyrium in einem Kessel mit kochender Flüssigkeit, der Marter mit Skorpionen und von ihrer Versenkung im Meer.

Niccolò di Pietro Gerini (1368 - 1415): Die Hinrichtung der „vier Gekrönten", Museum of Art in Birmingham in Alabama / USA

== Simplicianus soll durch sie bekehrt worden sein. Die aus dem Wasser gezogenen Leichname sollen in Rom in der Katakombe von Marcellinus und Petrus an der Via Labicana bestattet und von da in die Kirche SS. Quattro Coronati, der „vier Gekrönten", überführt worden sein.

Ihre Existenz als tatsächliche Märtyrer Rom scheint nach den maßgeblichen Forschungen gesichert, ihr Fest ist in Rom schon 354 für den 8. November verbürgt. Im 5. Jahrhundert wurde ihnen eine Basilika auf dem Mons Caelius - beim Kolosseum - geweiht. Die Namen der vier Märtyrer, zusätzlich der eines == Victorinus, werden auch in den Akten des Sebastian aus der 1. Hälfte des 5. Jahrhunderts genannt; hier wird ihr Ertränken im Meer berichtet, weil es offenbar keine Reliquien gab.

Als Gruppe „Quattuor Coronati" wurden Märtyrer ab Mitte des 6. Jahrhunderts in Rom verehrt. Ab Mitte des 7. Jahrhunderts werden die vier Namen genannt, wobei ein Verzeichnis noch Simplicianus hinzufügt. Ihre erste Verehrungsstätte in der Katakombe von Marcellinus und Petrus wurde wohl im 4. Jahrhundert angelegt und im 6. oder 7. Jahrhundert erneuert.

Erst die um 500 zu datierende Leidensgeschichte des Steuerbeamten == Porphyrius berichtet ihr Martyrium in Sirmium - dem heutigen Sremska Mitrovica in Serbien. Im 6. Jahrhundert wurde versucht, diese Überlieferung mit der römischen zu vereinen: Papst Miltiades habe angeordnet, vier namentlich unbekannte Offiziere aus der Katakombe von Marcellinus und Petrus unter diesen Namen zu verehren.

Weil die Überlieferung so viele Unsicherheiten birgt, wurden die „Quattuor Coronati" bei der Kalenderreform von 1969 aus dem römischen Festkalender gestrichen; sie wurden aber 2001/2004 wieder ins Martyrologium aufgenommen.

Attribute: Säule
Patron der Steinhauer, Bildhauer und Marmorarbeiter; der Bauhütten; des Viehs

 

     

8. November Gedenktag, Münster Konstanz

 

 

Einladung zum Patronatsgedenken 2017

 

Am 8. November gedenken weltweit Steinmetze und Bildhauer ihrer Patrone,
den VIER GEKRÖNTEN - hl. Castorius, Claudius, Nicostratus und Sempronianus –

Gemeinsam mit Mitgliedern Ihres Schweizer Verbandes wollen wir am

Mittwoch, dem 8. November 2017,

in Konstanz am Bodensee

das Patronatsgedenken feiern.

10.00 Uhr  Treffpunkt: Atelier des Künstlers Peter  L e n k ,

                             78351 Bodman-Ludwigshafen, Kaiserpfalzstr. 20         

                                    Begrüßung der angereisten Teilnehmer Atelierführung durch Herrn Lenk oder seinen Stellvertreter

12.30 Uhr  Mittagessen in der Gaststätte „Konzil“, Hafenstr. 2, 78462 Konstanz

14.30 Uhr    Gottesdienst im Münster „Unserer Lieben Frau“


Münsterplatz 1, 78462 Konstanz

15.15 Uhr     Stadtführung mit Herrn Daniel Groß/Historiker-Stadtführer

Treffpunkt am Münsterplatz

16.45 Uhr                   Ende der Veranstaltung

Wir würden uns freuen, wenn viele Schweizer Kollegen dieser Einladung folgen.
Die Kosten pro Person für das Gesamtprogramm (ohne Getränke beim Mittagessen )

in Höhe von 50,00 Euro werden vor Ort kassiert